Tierversuchsfrei: die Aussage mit den meisten Schlupflöchern
Drei Zertifizierungen halten stand. Fast alles andere ist ein gezeichneter Hase.
Eine Hasensilhouette auf der Packung bedeutet für sich genommen nichts – zeichnen darf sie jeder. Aussagekraft entsteht erst, wenn eine unabhängige Stelle Endprodukt, alle Rohstofflieferanten und alle Absatzmärkte geprüft hat.
Dieser Hub trennt zertifizierte Produkte von der weit größeren Gruppe, die es nur behauptet, und erklärt die Schlupflöcher.
Die wichtigsten Schlupflöcher
Jedes erlaubt die Aussage, ohne direkt zu lügen.
- Lieferantentests: Die Marke testet nicht, ihre Rohstofflieferanten schon.
- Beauftragung Dritter: Die Marke testet nicht selbst, bezahlt aber ein Unternehmen, das es tut.
- Marktausnahmen: Verkauf in Märkten, in denen Behörden Tierversuche verlangen können.
- Konzern-Tests: Die Marke ist sauber, der Eigentümer nicht.
- Selbst vergebene Logos: hauseigene Hasen ohne jede Prüfung.
Belastbare Zertifizierungen
Leaping Bunny (Cruelty Free International) prüft die gesamte Lieferkette mit festem Stichtag und unabhängigen Audits. PETAs Beauty Without Bunnies stützt sich stärker auf Selbstauskunft, verlangt aber eine verbindliche Erklärung. Choose Cruelty Free gilt vergleichbar in Australien.
Jedes andere Hasenlogo ist Werbung, bis der Herausgeber und sein Lizenznehmerregister auffindbar sind.
Eigentum zählt hier besonders
Mehrere bekannte tierversuchsfreie Marken gehören Konzernen, die anderswo testen. Ob das disqualifiziert, ist eine persönliche Entscheidung – aber eine informierte: Jede Marken- und Produktseite zeigt die Eigentümerkette.
Häufige Fragen
Heißt tierversuchsfrei auch vegan?+
Nein. Bienenwachs, Lanolin oder Karmin können enthalten sein.
Sind Tierversuche nicht längst verboten?+
Für Kosmetik in EU und UK ja, doch Regeln zu Rohstoffen, Importen und anderen Kategorien unterscheiden sich stark.
Wie prüfe ich ein bestimmtes Logo?+
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